"Kleine Afrikahilfe"
von Hans Geisinger
Meine im Folgenden beschriebene Aktion für ein Entwicklungsprojekt in Burkina Faso ist zwar schon
lange her, zeigt aber doch die Verbundenheit mit dem afrikanischen
Kontinent, der eigentlich einmal der Mittelpunkt unseres Lebens hätte werden sollen.
Als damals vor vielen Jahren ein mir gut bekannter Förster aus Ochsenhausen/Steinhausen bei einer
Reise mit seinem Sohn die Not in einem der ärmsten Länder der Welt sah, beschloss er, einen
Förderverein zu gründen mit dem Namen "Förderverein Piéla e.V." Alle Mitglieder, inzwischen rd. 300,
sind ehrenamtlich tätig. Später kam noch Bilanga hinzu!
Die Philosophie des Vereins gründete auf dem afrikanischen Motto:
"Viele kleine LeuteMehrere Jahre war ich danach Mitglied bei diesem "anerkannten Verein" und wohnte in Ochsenhausen bis meine Frau kurz vor Beendigung ihres Architekturstudiums im Alter von nur 27 Jahren starb. Ein Schock!
in vielen kleinen Orten,
die viele kleine Dinge tun,
können das Gesicht der Welt verändern"
Nach dem frühen Tod meiner Frau Angelika und dem späteren Wegzug von Ochsenhausen nach Ahlen in mein Elternhaus gab ich mein Engagement bei "Piéla" auf und unterstütze seither die Aktion "Gebende Hände", außerdem war und bin ich" in dieser Hinsicht" immer noch mit den Weißen Vätern und auch Piéla verbunden.
Projekt Schule/Wasser/Gesundheit
- Erstes Ziel des Vereins nach der Gründung war der Bau einer Mädchenschule der protestantischen Kirche mit angeschlossenem Internat.
- Dazu kam später die Mittelschule mit Internat und eine Oberschule.
- Weiterhin kam eine dreizügige Vorschule dazu. Zuletzt unterstützte der Verein 24 Primarschulen und drei Mittelschulen.
- Sicherung der Trinkwasserversorgung mit solarbetriebenen Pumpsystemen und Wassserabgabestationen für 12000 Einwohner. Dazu kam ein Schulbrunnen und Lehrerwohnungen wurden gebaut. In allen Gebäuden wurde Solarlicht installiert.
- Bau von Gesundheitszentren
- Unterstützung von Frauenzentren über mehrere Mikroprojekte für die Sicherung von Einkommen. Beispiele: Gartenbau, Imkerei, Schäferei, Herstellung von Batiken
Zuletzt gingen dafür zweckgebundenen Großspenden von € 9000 und €10 000 ein. Geld für die Projekte kommt auch aus dem jährlichen Verkauf von Waldsträußen und Adventskränzen beim Weihnachtsmarkt sowie durch Zahngoldspenden. Außerdem bezahlen die Gemeinden Ochsenhausen und Steinhausen/R. seit über 30 Jahren das Gehalt einer Lehrerin/eines Lehrers an der Primarschule.
Projekt Sturmholzaufarbeitung
Ursprünglich war die Holzaktion eine ganz wichtige erste Einnahmequelle für Piéla, bei der ich mich auch aktiv beteiligte.Mehrere Samstage in de achtziger Jahren fanden sich "aufgeschlossene Helfer" neben mir, die aktiv mithalfen‚ das Sturmholz in den Wäldern um Ochsenhausen/Steinhausen R. unter Anleitung von Förster Reck aufzuräumen u. für den Verkauf "herzurichten", d.h, zu entasten, auf bestimmte Länge zu sägen, herauszutragen, aufzuschichten. Mit dabei waren geschulte Waldarbeiter oder Freiwillige mit ihren Motorsägen, denn das Sturmholz musste rasch "aufgearbeitet" werden, da ab Mitte April die schädlichen Borkenkäfer dort einen für sie idealen Brutraum finden und sich rasch vermehren.
Außerdem halfen Bauern aus den Nachbargemeinden mit ihren geschulten Pferden beim sogenannten "Holzrücken" mit, da die Waldböden mit schweren Maschinen nicht zu sehr belastet werden sollten. Für schwer zugängliche Flächen sind die Pferde bestens geeignet.
Andere Bauern zogen mit ihren Traktoren das Sturmholz auf freie Flächen wo sie entastet u. in jeweils gleiche Längen geschnitten wurden. Unsere Helferaufgabe war dann das Hinaustragen und das Aufschichten , was bei oft unwegsamem Gelände und Gräben sehr anstrengend war.
Geschenk an meinen Heimatort